Eltern für Kinder e.V. Staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle
Eltern für Kinder e.V.Staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle

Nachrichten aus Haiti

7. Oktober 2018

Erdbeben in Haiti

Im Nordwesten Haitis bei Port-de-Paix (unweit Cap-Haïtien) hat es ein Erdbeben der Stärke 5,9 gegeben. Auch wenn jeder Tote einer zuviel ist, so wurden dennoch nicht annähernd die Dimensionen von 2010 erreicht. Zwar hat man das Beben auch in Maissade bemerkt (die Häuser wackelten dort wohl 15 Sekunden), aber bis auf wenige kleine Risse an der Bausubstanz einiger Gebäude (z.B. auf dem Gelände der Schule der Haiti Kinderhilfe in Banguage) gab es in ‘unserer’ Region kaum Schäden.

Mai 2018

Besuch beim Hear-the-World-Projekt

Reisebericht der Haiti-Kinderhilfe

Reise Mai 2018 – ‚Hear the World’ Besuch in unserem Projekt

 

1. Bericht - Problem der Anreise

 

Bei unseren Reihenuntersuchungen der Kinder, stellen wir fest, dass eventuell einige schlecht hören. Wir entdeckten ‚Hear the World‘, eine Fondation des Hörapparate Konzerns Sonova. Hear the World macht seit 10 Jahren in Haiti Hörtest mit Kindern und waren bereit eine Gruppe in unsere Region und unser Projekt zu senden. 21 Gäste - 14 Ausländer mit bestem Equipment, 7 Haitianer – Chaffeure und Sicherheitspersonal, wollen für einige Tage bei uns wohnen und alle auffälligen Kinder der Region, sowie unsere Kindergarten und Schulkinder screenen. Der angebotene Termin war Mitte Mai. Sie wussten, dass da leider auch Regenzeit ist.

 

Ich flog mit vielen Zweifel los. ‚Unsere‘ 6 Flüsse haben keine Brücken und die Durchquerung ist auch in der Trockenzeit abenteuerlich. Unser TATA Pickup ist nun zum 7.mal in der Werkstatt und der vor 500 km ausgetuschte Starter ist schon wieder kaputt. Während unseres letzten Aufenthaltes mussten wir das Auto regelmäßig anschieben. Die Werkstatt versprach das Auto bis zu meiner Ankunft zu reparieren. Bei Ankunft in Haiti die Nachricht, es muss erst ein Starter im Ausland bestellt werden und es wird dauern.Also, keinen Transport……….

Danke an Rob Padberg, der mich am Flughafen abholen ließ und zur Besprechung mit Cathy Jones, der Verantwortlichen von ‚Hear the World‘ brachte.

 

Ein ehemaliges Patenkind organisierte einen Fahrer, der uns nach Bangage bringen wollte. Festpreis und starteten am frühen Nachmittag.

Sein Auto ein Freudenfest für unseren TÜV oder Polizei. Würde direkt aus dem Verkehr gezogen….aber immer positiv sein. Er schwankte und schaukelte, fuhr aber. Nach ca. 4 km die erste Panne. Kein Benzin, er hatte nur 1 Gallone getankt, da ich auch den Sprit bezahlen würde. Finden am Straßenrand einen Spritverkäufer. Das sind die ‚Überschüsse‘ der Tankstellen, die da irgendwie in den ‚freien Verkauf‘ kommen.  Kaufen nochmals eine Gallone und suchen eine Tankstelle.

 

Es hatte gestern Abend geregnet, man sieht es, die Gebiete neben den Flüssen waren alle überschwemmt. Kommen bei beginnender Dunkelheit an unseren ersten Fluss. Es tragen Gruppen Motorräder durch den Fluss, die Passanten waten durch das Wasser, es geht über die Taille. Also über einen Meter fließendes Wasser. Es sei an diesem Tag kein einziger LKW, oder sonstiges Auto gefahren. Speziell der 3. Fluss sei ausgespült und es gäbe Stellen bis fast 2 Meter Tiefe.

 

Guerino und ich finden eine spartanische Schlafmöglichkeit bei katholischen Schwestern. Unser Fahrer hat Panik, lädt alles aus und will nur noch zurück nach Port-au-Prince. Kann ich auch verstehen, denn ich zweifle, dass wir es auch bei niedrigerem Wasserstand mit diesem Auto geschafft hätten. Es fängt wieder zu regnen an und regnet die ganze Nacht.

 

Auch am nächsten Morgen, wenden wieder einige Geländewägen vor dem Fluss, fahren zurück. Eventz, unser Lieferant für Sand und Steine bei allen Bauprojekten, bietet an, uns mit seinem Traktor zu holen. Sei zwar holprig aber er würde durch die Flüsse kommen. Väter unserer Schulkinder, die als Beruf Moped Taxifahrer sind, rufen an und wollen uns holen. Wir müssten zwar zu Fuß die Flüsse durchqueren, aber wir würden nach ‚Hause‘ kommen. Könnten auch noch weiter bei den Schwestern wohnen, 100 US$ pro Nacht.

Wir entscheiden uns für 4 Motorräder, 2 für uns und 2 für die Unmengen Gepäck. Eventz bitten wir, dass er uns doch lieber am Montag hilft die Gruppe von

Hear the World durch die Flüsse zu ziehen, damit die Kinder untersucht werden können.

 

Am Nachmittag kommt unser ‚Abholteam‘ an. Alle 4 nass bis über die Taille.

Erzählen, dass an allen Flüssen Helfer stehen, die Waren, Motorräder, auch Menschen durch das Wasser tragen. Verdienen sich etwas Geld. Verschnüren Koffer und Reisetaschen. Meinen Computer und Pass trage ich selbst im Rucksack. Wird mir hoffentlich nicht nass werden. Ohne Sturzhelm, Brille, Jacke gegen einen eventuellen Schutz starten wird.

Bedingung langsam fahren, da ich Angst habe.

 

Vor dem ersten Fluss muss ich mich wirklich überwinden. Alle schauen mich an. Eine Weisse!!! Man hat mir erklärt, dass man breitbeinig gehen muss, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Schaffe die erste Durchquerung. Nervenkitzel pur und ja keine Panik bekommen. Je mehr man sich der Flussmitte nähert, desto reißender ist das Wasser. Bin fast bis Bauchnabel nass – Rucksack trocken. Guerino und Fahrer gehen vor und hinter mir als Schutz. Danach das Gepäck und dann helfen alle die Motorräder rüber zutragen.

Bei der 3. Durchqerung ist das Wasser so reißend, dass einer Träger meine Reisetasche ins Wasser lässt. Alles wird unwichtig. Den 4. Fluss muss man an einer Flussbiegung durchqueren, er ist zwar nicht so hoch, aber man muss ihn gegen die Strömung durchqueren. Durch die Geschwindigkeit des Wassers habe ich das Gefühl einfach nicht nach vorne zu kommen. Ist wie, wenn man eine Rolltreppe in der Gegenrichtung hinaufgehen will. Bekomme das erste Mal wirklich Panik. Rio Frio ist der Letzte und der Breiteste. Hier ist wieder das Ufer eingebrochen. Die Motorradfahrer denken, dass sie diesen auf dem Motorrad durchqueren können. Wir müssen aber einige hundert Meter weiter unten der normalen Furt den Einstieg ins Wasser machen, damit wir dann mit der Strömung auf die andere Fluss Seite kommen.

Guerino und ich gehen zu Fuß. Gruppen von Jugendlichen helfen den Motorradfahrern, damit sie nicht das Gleichgewicht im Wasser verlieren. Jo kommt von der Spur ab und wäre beinahe gestürzt. Alle kommen wir gut an, allerdings gehen 2 Motorräder nicht mehr. Wohl Wasser im Tank, bzw. die Zündkerzen nass. Es wird eine Stunde in sengender Hitze, ohne Werkzeug, nur mit einem großen Messer, ‚repariert‘. Der Hauptmechaniker, barfuß und mit einer Unterhose, hatte wirklich eine Ahnung. Aber ich war wirklich geschockt, wie er barfuß immer wieder den Kickstarter betätigte, der Untergrund sind alles Steine und muss ja wirklich weh tun.

Es sind aber nicht nur die Flüsse das Abenteuer gewesen. Die Piste ist durch den Regen ausgewaschen und man fährt wie auf einem Reibeisen über die Steine. Viele Matchlöcher, die erbärmlich stinken und die Motorräder durchschlittern. Erreich am Spätnachmittag erschöpft und nass unser Projekt – sind jetzt erst mal angekommen.

 

2. Bericht – Wird Hear the World wirklich kommen???

 

Ich habe Cathy versprochen, Ihr zu schreiben, wenn ich angekommen bin.

Mache das, aber nur eben ‚gut angekommen, aber ihr solltet nur mit den besten Geländewägen die Anreise wagen. Der Wasserpegel ist noch hoch, fällt aber täglich.‘

Freue mich unsere Schulkinder zu sehen und verbringe den Vormittag mit Ihnen.

Schon für die Stunden mit ihnen, hat sich die Anreise gelohnt. Ich liebe unsere Kinder und sie sind das Beste an unserem Projekt.

 

Der extreme Regen, man sieht, dass auch an einigen Tagen alles mindestens 30 cm überflutet war, sind unsere beiden Arbalo -Plumsklos zusammengefallen.

Müssen umgehend repariert werden. Mit unserem Team muss ich insgesamt

23 Leute beherbergen, haben auf den Märkten gebrauchte Bettwäsche und Handtücher kaufen lassen. Sortiere alles, ebenso dass wir genügend zu Essen haben. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das Team wirklich kommen wird.

Man beruhigt mich, am Nachmittag seien wieder die großen LKW’s durch die Flüsse gefahren.

 

Am Spätnachmittag der schönste Regenbogen, was bedeutet es wird wieder regnen. Ist auch so. Meine Moral am Tiefpunkt. Diskutiere lange mit Farah und Guerino. Soll ich die morgige Anreise des Teams Hear the World absagen?

Ist nicht nur die Verantwortung der Anreise, sondern die Rückreise könnte auch gefährdet sein und dann haben wir hier 19 Leute ‚eingesperrt‘ die zum Flughafen wollen. Schreibe Cathy eine WhatsApp ‚es regnet wieder, allerdings nicht schlimm.‘  Höre nichts von ihr und bin zu 90 % sicher, dass sie nicht kommen werden. Ich an Ihrer Stelle würde diese Verantwortung für das Team nicht eingehen.

 

 

3. Bericht –

 

Ab Sonnenaufgang organisieren wir für 23 Leute Betten zu machen. Wir leeren komplett unsere Zimmer, werden auf der Baustelle schlafen. Die 12 Spezialisten bekommen das Haus für sich alleine. Fahrer und Sicherheitspersonal werden wir in einem Klassenzimmer unterbringen. Die Tische aus dem Kindergarten werden als Bettgestelle benützt, alte Bau - Sperrholzplatten und LKW Planen als Unterlage der Matratzen. Wir haben welche ausgeliehen, sowie viele dicke Bastmatten gekauft. Die Kindergarten Stühle werden Nachtkästchen und Ablagen. Mit unserer kunterbunten Bettwäsche schaut alles recht freundlich aus.

 

8 Uhr Anruf Cathy ‚we are on the road’. Wau, ich hätte meine Wette verloren….bin gespannt. Wir senden ihnen einen Motorrad Fahrer entgegen. Einerseits der ihnen den Weg zu uns zeigt, aber auch sie durch die Flüsse lotst. Wir organisieren in den 3 Kindergarten Pavillions und in einem Klassenraum die Untersuchungsräume. Schaffen alles so olala, als sie vor dem Tor vorfahren. Die 12 Spezialisten sind aus Canada, USA und eine Deutsche.

Cathy erlaubt ihnen lediglich schnell ihre Rücksäcke in die Zimmer zu verstauen.

Die Untersuchungen sollen sofort beginnen.

 

4. Bericht – 287 Kinder werden untersucht…….und vielen geholfen.

 

Wir haben viel mehr Kinder, als wir Termine vergeben haben. Das Team arbeitet bis Dunkelheit. Alle Problemfälle werden nochmals einer zweiten Untersuchung am anderen Tag machen. Wir haben 1 Mädchen ca 18 Jahren mit Ihrer Mutter, wohnt über 3 Stunden Fußweg entfernt, wird im Dorf für weitere Tests untergebracht. Es kommen Kinder und Kinder und Kinder.

 

Das Team ist mit modernstem Equipment angereist, alles High Tec.

Ich beeindruckte, wie unaufgeregt sie sich organisieren. Jeder Handgriff sitzt, sie wissen genau was sie machen.

 

Ein junges Mädchen, vielleicht 18 Jahre. Schon seit der Geburt wohl krank. Die Mutter erzählt, dass sie als Baby eine Krise gehabt hätte, aber keiner kann es genau definieren. Ist taubstumm, hat Null Resonanz daher keine Möglichkeit durch ein Hörgerät Hilfe zu bekommen. Wir müssen leider der Mutter und dem Mädchen die Hoffnung nehmen.

Kleine Tierchen, Haargummis wurden aus den Ohren gewaschen.

 

Für 8 Kindern konnten direkt provisorische Hörgeräte angelegt werden. Es wurden Abdrücke gemacht und Mitte July bekommen sie dann IHRE richtigen Geräte aus den USA gesponsert.

7 Kinder haben andere schwerwiegende Probleme.

 

1 Tumor, einige mit 2 Löchern im Trommelfell,…..

Diese 15 Kinder und deren Eltern müssen wir organisieren, dass sie im July nach Port-au-Prince kommen. Cathy wird dort mit anderen Spezialisten einfliegen und auch benötige Operation durchführen. Diese Reise zu organisieren wird eine weitere Herausforderung für uns werden. 

 

46 Kinder werden medikamentös versorgt. 34 Kinder sollen nochmals im November gesehen werden.

 

Ich könnte lange über diese wunderbaren Geschichten schreiben, als die Kinder wieder das erste Mal hörten, die Eltern weinten und für diese Kinder wirklich ein Wunder geschehen ist.

Unsere Lehrer halfen wunderbar engagiert an den Tagen, entweder bei der Erfassung der Kinder, oder als Übersetzer.

 

Aber das Team von Hear the World hat mich echt beeindruckt und Alle meine ungeteilte Hochachtung. Die beschwerliche Anreise fanden sie als Abenteuer und fanden die Flussdurchquerungen was ‚Wildess‘. Nicht nur dass sie von Sonnenaufgang bis Dunkelheit durcharbeiteten, wir verteilten lediglich Müsliriegels. Nein, keine einzige negative Bemerkung über das ‚Dschungel Untersuchungsräume‘ und unter welchen primitiven Umständen sie Ihr Bestes gaben. Kein negatives Wort über die Hitze und extreme Feuchtigkeit. Die einfache Unterbringung, das kalte Wasser in unserer einzigen Dusche, die leider gerade an diesen Tagen nicht funktionierenden Toiletten, Spinnen in den Zimmern, kalte verklebte Spagetti und Reis mit Bohnensosse als Abendessen.

 

Die hatten einen Spirit….. so was habe ich noch nie erlebt.

Gott sei Dank hatten wir aus Port-au-Prince auch einen Karton Rum mitgebracht

Und es war schön am Abend die entspannte Stimmung zu fühlen und viel Lachen hören.

Sie versprachen wieder im November zu kommen – ich freue mich darauf.

 

5. Bericht – Wie der Anfang auch das Ende

 

Nach der Abreise des Teams Hear the World, organisierten wir sofort 4 Frauen als Wäscherinnen und wir waren den ganzen Tag beschäftigt, unser ‚Hotel‘ wieder in Schule und Kindergarten umzuwandeln.

 

Ich will kein Risiko eingehen und meinen Flug nach Deutschland vermissen, reise am Vortag bereits nach Port-au-Prince. Wieder per Motorrad und zu Fuß durch die Flüsse, die aber schon etwas niedriger sind. Ab Hinche dann mit dem gleichen Chauffeur wieder zurück. Komme verdreckt und staubig im Hotel an. Muss bis Abflug barfuß gehen, damit die Schuhe trocken werden.

 

Erschrecke als ich mich im Spiegel sah. Hatte die ganzen Zeit die Sonnencreme einfach vergessen, auch auf dem Motorrad keinen Schutz. Bin total verbrannt, naja..es hätte auf dieser Reise noch schlimmeres geben können.

 

Roswitha

 

6. Danke für diese wunderbare Aktion

 

Wir möchten uns nochmals recht herzlich bei der Firma SONOVA AG und der Fondation HEAR THE WORLD für ihr Vertrauen an uns und ihren Einsatz in Haiti bedanken. Danke deren Mitarbeitern für diesen außergewöhnlichen Einsatz für die ärmsten Kinder in dieser vergessenen Region in Haiti.

 

Danke an Familie Geib, Schloss-Apotheke in Rockenhausen, die uns die Medikamente gesponsert haben.

 

Danke an das Unternehmen No-Compromise aus Schwarzach für die kostenlosen Moskitonetze.

 

Ohne die Hilfe unserer Sponsoren würde Träume nur Luftblasen bleiben. Die Sponsoren sind das Herz, wir nur die Hände.

 

Vielen vielen Dank – mil fwua mesi anpil

 

Haiti-Kinderhilfe e.V.

13. Mai 2018

Neuigkeiten aus dem Maison d’ Espoir

Neues Haus für ein Jahr angemietet.

 

Neuigkeiten aus dem Maison d’ Espoir

 

Nachdem im Februar diesen Jahres ein Feuer das Kinderheim Maison d´ Espoir unbewohnbar gemacht hatte, konnten dank Eurer fantastischen Spendenbereitschaft innerhalb kürzester Zeit 35.000 € gesammelt werden, die kurze Zeit später an die Heimleiterin Mirlande Jean überwiesen wurden (siehe Bericht von Ralf Gutsche Anfang März ).

 

Mittlerweile konnte Madame Jean dank der finanziellen Unterstützung aus Deutschland ein ausreichend geräumiges und gesichertes Haus anmieten, in dem die Kinder und die Nounous jetzt für den Zeitraum von ungefähr einem Jahr eine vorübergehende Bleibe haben, bis der Wiederaufbau des eigentlichen Heimes abgeschlossen ist.

 

Wir bedanken uns bei allen Spendern für die schnelle und großzügige Unterstützung! Wer gerne den Wiederaufbau des Heimes bzw. Mirlande Jean und ihre Schützlinge weiter unterstützen möchte, kann dies gerne weiterhin über das Spendenkonto tun. Die Heime in Haiti erhalten weiterhin keine staatliche Unterstützung.

 

Mèsi anpil - Herzlichen Dank!

Wibke und Sven Weber

Länderbeauftragte Haiti

Eltern für Kinder e.V.

06721 18 73 93

Update MDE Mai 2018.pdf
PDF-Dokument [1.6 MB]
nach oben

4. März 2018

Spenden - Brand im Kinderheim Maison d'Espoir

Unser Spendenaufruf hat bisher 35.000 Euro erbracht.

Mèsi anpil - Herzlichen Dank

 

Es ist unglaublich - wir sind begeistert. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir dank Ihrer / Eurer sagenhaften Unterstützung nach dem Spendenaufruf von Wibke und Sven Weber einen Betrag von € 35.000 an Madame Jean weiterleiten. Das ist einfach herausragend.

 

Erneut ist EfK mit seinem einzigarten Netzwerk kurzfristig zur Stelle, wenn es gilt, unverschuldet in Not geratene Kinder zu unterstützen.

 

Am 28.02.2018 hatte ich Gelegenheit, Mirlande Jean in Port-au-Prince zu treffen und ihr von unserem Spendenaufruf und Ihrer / Eurer Hilfsbereitschaft zu berichten. Sie war sichtlich bewegt und bat mich, ihren Dank an alle Spender weiterzuleiten. Das mache ich an dieser Stelle sehr gerne.

 

Mirlande Jean berichtet, was passiert ist und mit welchen Problemen sie sich derzeit konfrontiert sieht. Das Feuer ist nach einem Kurzschluss glücklicherweise am Tag ausgebrochen. Wäre dies in der Nacht passiert, hätten wir bestimmt einige Opfer zu beklagen gehabt. Hier einige Fotos (Quelle: Mme. Jean, Silvia Lidòn, eine abholende Familie):

Mirlande Jean hat nun das Problem, 45 Kinder zunächst provisorisch unterbringen zu müssen. Sie hat derzeit ein Haus angemietet. Allerdings ist sie gezwungen, in Kürze den Standort zu wechseln, da der Eigentümer das Grundstück / Haus anderweitig nutzen will. Es wird noch gesucht.

 

Das vom Schaden betroffene Kinderheim soll zwischenzeitlich dahingehend untersucht werden, ob es nach Instandsetzung wieder genutzt werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, wird Mirlande Jean eine neues Gebäude errichten müssen.

 

Fest steht, dass nahezu die gesamte Inneinrichtung des Kinderheims zerstört und neu beschafft werden muss.

 

Hinsichtlich der anstehenden Baumaßnahmen konnten wir Mirlande Jean einige Kontakte (Bauingenieur, Arbeiter) benennen, die hier Unterstützung liefern können. Sie wird davon Gebrauch machen.

 

Die großzügigen Spenden werden Mirlande Jean bei allen Maßnahmen sicher weiterhelfen.

 

Noch einmal herzlichen Dank an alle Spender, die Länderbeauftragten Wibke und Sven Weber, unsere professionell handelnden Kräfte der AVS in Berlin, unsere Repräsentantin Silvia Lidòn und meine tollen Vorstandskollegen. Ich hoffe, niemanden vergessen zu haben.

 

Ralf Gutsche

Eltern für Kinder e.V.

Mitglied des Vorstandes

 

Kontakt:

Tel.:     05401-98241

Mobil:   0171-8363355

eMail:   gutsche@efk-adoptionen.de

Video zu den Brandschäden im Maison d`Espoir

Bild anklicken

Mehr Filme von Eltern für Kinder e.V.:

Eltern für Kinder e.V. bei YouTube
nach oben

15. Februar 2018

Brand im Kinderheim Maison d'Espoir

Leider erreichen uns schlimme Nachrichten aus Haiti. Im Kinderheim 'Maison d'Espoir' - MDE kam es am Mittwoch, dem 14. Februar nach einem elektrischen Kurzschluss zu einem verheerenden Brand. 

 

Glücklicherweise konnte die Heimleiterin Mirlande Jean die Kinder, sich und die anwesenden Erzieherinnen in Sicherheit bringen. Alle sind Gott sei Dank körperlich unversehrt!


Das Haus wurde jedoch stark beschädigt und die gesamte Einrichtung wurde ebenso zerstört wie die Kleidung aller Betroffenen. Die Kinder konnten provisorisch in einem Nachbarhaus untergebracht werden. Allen blieb nur noch die Kleidung, die sie bei der Evakuierung anhatten.

 

Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen betroffenen Kindern, den Erzieherinnen der Heimleitung und den beiden EfK-Familien, die derzeit auf die Abholung Ihrer Kinder aus dem MDE warten. 


EfK hat Mirlande Jean bereits Geld für erste schnelle Hilfsmaßnahmen vor Ort überwiesen. Zuerst müssen Lebensmittel, sauberes Trink-Wasser und Kleider beschafft werden. 


Dann muss der Wiederaufbau des Heims gestartet werden. Die Mauern stehen wohl noch, aber ein neues Dach und eine vollständige Sanierung werden Zeit und Geld kosten.


!!! Wir bitten Sie daher heute inständig um Ihre Unterstützung in Form einer Geld-Spende !!!

 

Wenn Sie in Ihrer Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis hilfsbereite Menschen haben, können Sie diesen Spendenaufruf gerne teilen.

 

Wir hoffen sehr, dass der Heimbetrieb im MDE mit Ihrer Hilfe bald wieder aufgenommen werden kann, damit auch diese Kinder eine Chance auf ein besseres Leben bekommen.

 

Herzlichen Dank & Mesi anpil
Wibke & Sven Weber
Länderbeauftragte Haiti

nach oben

14.10.2017 > UN-Blauhelmeinsatz geht zu Ende

Nach 13 Jahren endet die UN-Blauhelmmission in Haiti.

 

mehr:

nach oben

04.10.2016 > Hurricane Matthew verwüstet Haiti

nach oben

05.10.2014 > "Baby Doc" gestorben

Der ehemalige haitianische Diktator Jean-Claude "Baby Doc" Duvalier ist tot.

 

mehr im Spiegel...

nach oben

04.-13.04.2014 > Reise nach Haiti

Einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern zur Haiti-Reise der Vorstandsmitglieder Ralf Gutsche und Florence Papillon finden Sie hier.

nach oben

20.09.2012 > Besuch vom IBESR bei Eltern für Kinder e.V.

Im Zuge ihrer Deutschlandreise stellten sich Madame Arielle Villedrouin und Monsieur Andolphe Guillaume auch der AVS in Berlin vor. Madame Villedrouin ist die neue Direktorin des IBESR (L'Institut de Bien-Etre Social et de Recherches) und Monsieur Guillaume ist dort Jurist und auch für Internationale Beziehungen verantwortlich. Das IBESR übernimmt Aufgaben zum Schutz der haitianischen Jugend und befasst sich zudem als wichtiges Entscheidungsgremium mit Adoptionsfragen.

 

Nachdem nun auch Haiti das Haager Abkommen ratifiziert hat und sich neben personellen Wechseln im IBESR auch Änderungen zum Adoptionsverfahren ergeben haben, betrachteten es Madame Villedrouin und Monsieur Guillaume als Verpflichtung, die deutschen Adoptionsvermittlungsstellen - derzeit zwei: HELP a child und Eltern für Kinder e.V. - persönlich kennenzulernen und über neue Entwicklungen zu informieren.

 

Am 18.09.2012 kam es zunächst zu einem Treffen in großer Runde in Bonn im Hause der BZAA. Neben Vertretern der Adoptionsvermittlungsstellen nahmen auch Repräsentanten einiger Landesjugendämter und Ministerien an dem überaus interessanten und konstruktiven Gedankenaustausch teil.

 

Am 20.09.2012 empfingen dann die Mitarbeiterinnen der AVS und ein Vorstandsmitglied die beiden Gäste aus Port-au-Prince in Berlin. Nach kurzer Besichtigung des Büros präsentierten die EfK-Teilnehmer die Geschichte und die heutige Arbeitsweise des Vereins. Die Gäste zeigten sich sehr angetan von dem einzigartigen Netzwerk sowie der intensiven Vor- und Nachbereitung unserer Adoptionsbewerber.

 

Nach einer kurzen Sightseeing-Tour durch Berlin hatten unsere Gäste die Gelegenheit, zwei Berliner Haiti-Familien zu treffen bzw. kennenzulernen. Über die Begegnung mit diesen Familien und insbesondere den Kindern waren Madame Villedrouin und Monsieur Guillaume besonders erfreut.

 

Am nächsten Tag traten unsere Gäste ihre Heimreise nach Haiti an.

 

Nach dem für alle Beteiligten überaus wichtigen Treffen ist festzuhalten, dass sich den beiden einzigen deutschen, in Haiti zugelassenen Vermittlungsstellen gute Perspektiven eröffnen. Der von den Mitarbeiterinnen der AVS perfekt organisierte Berlin-Besuch und die Präsentation unseres Vereins hinterließen bei Madame Villedrouin und Monsieur Guillaume einen positiven Eindruck. EfK wird auch weiterhin verlassenen haitianischen Kindern das Recht auf Eltern verwirklichen können.

 

Ralf Gutsche

nach oben

14.06.2012 > Haiti ratifiziert Haager Übereinkommen

Das Ständige Büro der Haager Konferenz hat mitgeteilt, dass das haitianische Parlament die Ratifikation des Haager Adoptionsübereinkommens von 1993 beschlossen hat. Damit Haiti aber Vertragsstaat des Übereinkommens wird, ist noch die Hinterlegung der Ratifikationsurkunde bei dem Depositar, dem niederländischen Außenministerium erforderlich. Das Übereinkommen tritt für Haiti in Kraft am Ersten des Monats, der auf eine Frist von drei Monaten nach der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde in den Haag folgt (Artikel 46 Abs. 1 des Übereinkommens).

Nach der Mitteilung des Ständigen Büros ist das haitianische Sozial- und Arbeitsministerium als Zentrale Behörde nach Art. 6 des Übereinkommens benannt worden.

Der Entwurf des neuen Adoptionsgesetzes soll nunmehr kurzfristig auf die Tagesordnung des Parlamentes gesetzt werden. 

nach oben
Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2012 - 2018
Eltern für Kinder e.V.
Fritschestr. 60
10627 Berlin
Telefon 030-46 50 75 71