“Die Jurte”
Das GER* - Küchenprojekt
Das Projekt GER wurde 1996 gegründet, um präventiv tätig zu werden, arme Familien zu unterstützen und ggf. Straßenkindern die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen.
Das GER-Küchenprojekt als Teil des Gesamtprojektes wird von Eltern für Kinder e.V. getragen.
*GER, mongolisch: Jurte, Zuhause eines Menschen
Wer sind wir?
Wir als Eltern, die ein verlassenes mongolisches Kind adoptiert und die bei ihren Aufenthalten in der Mongolei die dortigen Verhältnisse kennen gelernt haben, wollen Einrichtungen unterstützen, die es Kindern ermöglichen, bei ihren Familien zu bleiben. Wir wollen ihnen eine Zukunft in ihrem Heimatland ermöglichen. Dazu bedarf es einer Unterstützung, die sowohl unmittelbar als auch nachhaltig wirkt.
Die Situation in der Mongolei
Die Mongolei liegt in Zentralasien, zwischen Russland und China und hat eine Fläche, die 4,5 mal so groß ist wie Deutschland. Die Weiten der Mongolei werden von hügeligem Grasland bestimmt, die im Norden von den sibirischen Wäldern und im Süden von der großen Wüste Gobi eingegrenzt werden. In der Mongolei herrscht ein extremes Kontinentalklima mit langen kalten Wintern und kurzen heißen Sommern. Hier schwanken die Temperaturen von -55° C bis +40° C.
Im Land leben lediglich 2,75 Millionen Einwohner und es ist somit der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Welt. Das Land ist aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit und seines Klimas kaum für Ackerbau geeignet, hauptsächlich wird nomadische Viehwirtschaft betrieben. Seine größte Stadt ist die Hauptstadt Ulaanbaatar, in der ca. 1.044.500 Menschen wohnen.
Essen und Bildung für Kinder
In der Mongolei lebt derzeit mehr als ein Drittel aller Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Obgleich das Land innerhalb Zentralasiens als Muster einer gelungenen Demokratisierung gilt, brachte der 1990 erkämpfte Systemwechsel für viele Menschen letztlich eine Verschlechterung der Lebensverhältnisse. Wie andere ehemals sozialistische Staaten wurde auch die Mongolei in den 1990er Jahren einer neoliberalen Strukturanpassungspolitik unterworfen und kürzte die Ausgaben für Bildung, Sozialleistungen und Gesundheit. Besonders betroffen sind kinderreiche Alleinerziehende, Waisen sowie alleinstehende Großeltern mit verwaisten Enkelkindern. Viele haben keinen gesicherten Lebensunterhalt, um selbst elementare Grundbedürfnisse zu befriedigen und sehen sich gezwungen, die Kinder aus der Schule zu nehmen, damit sie Geld für die Familie verdienen. Andere Kinder sind wegen ihrer schwierigen sozialen Situation nicht in der Lage, dem Unterricht zu folgen und brechen daher ihre Schulausbildung ab. Elend und Perspektivlosigkeit, ungeheizte Wohnstätten, mangelnde Nahrung, Kleidung und Zuwendung sind Ursachen dafür, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche ihre Familien verlassen. Vor allem in der Hauptstadt Ulaanbaatar leben sie als Straßenkinder von Gelegenheitsarbeiten, Prostitution und Diebstahl und betteln um Almosen. Viele Kinder und Jugendliche leben in der kalten Jahreszeit bei Wintertemperaturen von – 40°C in der Kanalisation, in Hausfluren oder in Fernwärmeschächten bzw. Heizungstunneln von Ulaanbaatar. Der Boden dieser Tunnel ist mit Exkrementen bedeckt und von Ratten bevölkert. Die hygienischen Umstände sind entsprechend. Die Anzahl der in den Tunneln lebenden jungen Menschen wird auf „ungefähr 4.000“ bis „mindestens 10.000“ geschätzt.
Genau diesen Kindern hilft das GER-Projekt mit einem auf sie abgestimmten Unterricht, den Wiedereinstieg in die staatlichen Schulen zu schaffen. Derzeit betreuen zwei Lehrerinnen mehr als 40 Schüler, außerdem gibt es einen Kindergarten. Zudem versorgt die GER-Küche die Schüler und ihre Geschwister mit einer warmen und gesunden Mahlzeit pro Tag. Das kostenlose Schulessen ermöglicht es vielen Eltern überhaupt erst, die Kinder zum Unterricht zu schicken.
Das GER-Projekt wurde 1996 von der Mongolei-Forscherin Ines Stolpe (heute Professorin für Mongolistik an der Universität Bonn) gegründet, um Kindern und Jugendlichen aus armen Familien ein menschenwürdiges Dasein sowie Bildung zu ermöglichen. Mit dem Wort Ger wird im Mongolischen sowohl eine Jurte als traditionelle mobile Wohnstatt als auch das Zuhause eines Menschen bezeichnet. Professor Stolpe begleitet und unterstützt das Projekt bis heute.
Das GER-Projekt wird unter anderem unterstützt von MISEREOR, der Deutschen Botschaft in Ulaanbaatar, Save the Children und dem Global Fund for Children. Ehrenamtliche Helfer vermitteln unter anderem immer wieder die Mongolistik der Universität Bonn und die Deutsche Pfadfindergemeinschaft.
Schwerpunkte der Arbeit des GER-Projekts sind:
Grundversorgung und gesellschaftliche Integration aller Familienmitglieder
Schulbildung der Kinder mit dem Ziel eines Grundschulabschlusses und wenn möglich weiterer Schulabschlüsse
ausreichende Ernährung der Kinder durch die GER-Küche
Sozialarbeit für die Kinder und ihre Familien
Filzwerkstatt zur handwerklichen Ausbildung.
Das GER-Projekt wird unter anderem unterstützt von MISEREOR, der Deutschen Botschaft in Ulaanbaatar, Save the Children und dem Global Fund for Children. Ehrenamtliche Helfer vermitteln unter anderem immer wieder die Mongolistik der Universität Bonn und die Deutsche Pfadfindergemeinschaft.
Unser Ziel bei Eltern für Kinder ist es, die GER-Küche aus Spendenmitteln zu unterhalten.
Ihre Spende kommt an! Ihre Spenden für dieses Projekt sind steuerlich absetzbar. Für weitere Informationen über die Hilfsarbeit und Ihre Unterstützungsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an den Ansprechpartner für die GER-Küche von Eltern für Kinder e.V.,
Mark Böschen, boeschen@efk-adoptionen.de, mobil 0151 4260 7425. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Spendenkonto Mongolei
IBAN: DE10 3702 0500 0003 3836 03
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Bitte geben Sie als Verwendungszweck den Namen des Projektes an.