Eltern für Kinder e.V. Staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle
Eltern für Kinder e.V.Staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle

Helmut Schildkamp

Helmut Schildkamp hat 1987 unseren Verein mit begründet und war von 1987 bis 1995 Vorsitzender des Vorstands. Helmut Schildkamp starb am 25.12.2006, er wurde 75 Jahre alt. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.

Helmut Schildkamps Leben war von der persönlichen Sorge für verlassene Kinder geprägt. Er hat selbst zu seinen vier leiblichen Kindern drei Kinder adoptiert. Viele Jahre hat er bei Terre des Hommes im Adoptionsbereich mitgearbeitet und schließlich 1987 unseren Verein mit begründet. Von 1987 bis 1995 war Helmut Schildkamp Erster Vorsitzender.

 

Unser Verein wäre ohne sein persönliches Engagement sicherlich nicht entstanden und hätte die schwierigen Anfangsjahre nicht überlebt. Im Herbst 2001 würdigten wir auf der Mitgliederversammlung sein Schaffen und ernannten ihn zum Ehrenmitglied von Eltern für Kinder e.V.

 

Von sich selbst sagte Helmut Schildkamp: “Ich möchte für mich und meine Freunde eine Freude sein.” Nicht nur für viele seiner Freunde, sondern darüber hinaus für hunderte verlassene Kinder, aber auch für viele ungewollt Kinderlose war Helmut Schildkamp eine Hilfe und eine Hoffnung.

 

Sein Einsatz für die verlassenen Kinder auf dieser Welt wirkt in unserem Verein auch über seinen Tod hinaus.

 

Aus gegebenem Anlass zitieren wir Helmut Schildkamp auszugsweise aus unserem Rundbrief Januar 2002; er schrieb dort im Vorwort:

 

„[…] Am 22. September 2001 erlebte ich in einer Vorstandssitzung, wie junge Frauen und Männer um die Vierzig herum verantwortungsvoll und vorausschauend ähnliche Fragen berieten, wie sie fünfundzwanzig Jahre meines Lebens mir Inhalt waren. Ich fühlte gute Traditionen. 25 Jahre? Eltern für Kinder existiert doch erst seit dem 12.9.1987, also seit vierzehn Jahren. Doch der Beginn dieses Miteinanders von Adoptiveltern lag in unserer Tradition - er war am 1. Mai 1970. Da kamen, angeregt durch den Gründer von Terre des Hommes Deutschland, Herrn Lutz Beisel, Elternpaare mit ihren Kindern und Adoptivkindern im Naturfreundehaus Grürmannsheide bei Iserlohn zusammen. Neben familienfrohem Miteinander war es ihr gemeinsamer Wille, weiteren elternlosen Kindern die Chance einer Familie zu geben.

 

Bis dahin hatte Terre des Hommes aufgrund der Initiative zweier Frauen, Frau Ann Sörensen und Frau Elisabeth Kotre, Adoptionen gegen den Willen des Familienministeriums lediglich als Sozial-Experiment zugelassen. […] Überzeugt von der Richtigkeit des Adoptivgedankens gründeten die Eltern die einzige überörtliche Arbeitsgruppe von Terre des Hommes […] mit dem Ziel, weitere Vermittlungen organisatorisch zu garantieren. Es entstand der Organisationsrahmen, der uns allen bekannt ist: Kontakteltern, Beratungseltern, Entscheidungsgremium, eine hauptamtliche Geschäftsstelle, Elterntreffen, aber auch die Bildung örtlicher Arbeitsgruppen, die den entwicklungspolitischen Ansatz von Terre des Hommes vertraten.

 

Lange Jahre, nie ganz problemlos, waren Adoptiveltern sowohl in die Adoptionsarbeit als auch in die entwicklungspolitische Arbeit von Terre des Hommes eingebunden. Widerstände erwuchsen aus zwei Richtungen: einmal wurden Adoptionen von außen her als privates Kinder-Beschaffungsprogramm gewertet; zum anderen wurde die Mitarbeiterschaft und Mitgliedschaft von Terre des Hommes immer jünger: Menschen, gerade erst dem Elternhaus entwachsen, sind ablehnender in der Wertung der Familie als Hort und Schutz. Trotz der etwa 3000 Vermittlungen, die durch Terre des Hommes zustande kamen, sagte sich der Verein 1987 von dieser Art der Kinderhilfe als Programm ab.

 

In Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Weyer, das 1970 in wesentlichen Funktionen die Adoptivarbeit trug, durfte ich zur Gründungsversammlung von Eltern für Kinder e.V. (nicht Kinder für Eltern) einladen. Es war ein erhebendes Bekenntnis zum Adoptionsgedanken, das ich dort in einer Turnhalle im Frankfurter Westen erlebte. […] In dieser Versammlung entstand […]  der rechtliche Rahmen, in dem Eltern für Kinder e.V. sich noch heute bewegt [...]“.

 

Helmut Schildkamp starb am 25.12.2006, er wurde 75 Jahre alt.

 

Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.

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